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Das gehört in den Lebenslauf

Der erste Eindruck zählt

In der Bewerbungsmappe oder – mittlerweile viel häufiger – in der PDF-Datei liegt der Lebenslauf hinter dem Bewerbungsanschreiben an zweiter Stelle. Dabei wird der „Curriculum Vitae“ (kurz CV, lateinisch für Lebenslauf) von den Verantwortlichen häufig als erstes gelesen. Er dient dazu, erste Einschätzungen über die Fähigkeiten eines Bewerbers zu treffen. Wichtig: Je übersichtlicher der Lebenslauf gestaltet ist, desto leichter ist es für den Personalverantwortlichen, relevante Informationen über den Kandidaten zu filtern. Umso besser für den Kandidaten, schließlich vermittelt der Lebenslauf zumeist den ersten Eindruck. Und bekanntlich bekommt man nur selten eine zweite Chance auf einen ersten Eindruck! Gerade deshalb sollte man den Lebenslauf nicht auf die sprichwörtlich lange Bank schieben, sondern sich frühzeitig damit auseinandersetzen. Als kleine Unterstützung, folgend einige Aspekte, welche der Lebenslauf unbedingt beinhalten sollte:

Persönliche Daten
Hier ist es wichtig, kurz und gebündelt anzugeben, was Deine – hoffentlich – neue Firma über Dich wissen muss: Name, Geburtstag, Geburtsort, Anschrift, Familienstand, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Auch Nationalität und Konfession können hier angegeben werden, ist aber keine Pflicht. Einzig bei Berufen, bei denen die Angabe eine wichtige Rolle spielt, muss auch dies angeführt werden (Beispiel: Religionslehrer).

Stellenwunsch
Ein Detail, der Deinen Lebenslauf individualisiert. Es zeigt dem Personaler, dass Du den Lebenslauf extra für diesen Beruf angefertigt und ihn nicht aus der imaginären Schublade gekramt hast. Der angegebene Berufswunsch betont, wie sehr Du genau diese Stelle haben willst.

Ausbildung
Bei Ausbildung steht Deine – soweit vorhandene – abgeschlossene Berufsausbildung. Ebenso wie Dein Schulabschluss, auch wenn dieser noch in der Zukunft liegt. Auch Studienabschlüsse, Zivil- oder Wehrdienste, Freiwilliges Soziales Jahr oder Ähnliches kommen hier rein. Wichtig: Auf richtige Chronologie achten – bestenfalls mit dem Relevantesten, also Neuesten, starten, dann abwärts.

Praktika
Gerade als Berufsanfänger kann man mit absolvierten Praktika Pluspunkte sammeln. Wenn diese noch zur angestrebten Stelle passen, umso besser. Aber Vorsicht: Nur wirklich absolvierte Praktika anführen. Meist ist auch eine Kopie des Nachweises oder Zertifikats im Anhang nötig. Bei Bewerbungsgesprächen werden gerne Fragen zu Praktika gestellt.

 
Beruflicher Werdegang 
Hier wird aufgelistet, in welchen Jobs Du bisher gearbeitet hast. Wichtig ist hier besonders die Position, in der Du tätig warst. Kein Sorge, wenn hier noch nichts steht. Du bist jung, das ändert sich noch – das wissen auch die Firmenchefs.


Besondere Kenntnisse
Theoretisch könnte hier nahezu alles stehen. Aber nicht die Fülle an Kenntnissen macht ein gutes Bild, sondern jene Referenzen, die auch zur zukünftigen Stelle passen. Im günstigsten Falle kannst Du Deine Kenntnisse mit Zertifikaten belegen. Häufig gefragt sind hier Deine Kenntnisse im IT-Bereich.

Sprachen
Sprachen sind bei immer globaler agierenden Unternehmen immens wichtig. Daher solltest Du Deine sprachlichen Fähigkeiten unbedingt mit angeben. Aber: Nicht lügen! Auch das wird gerne in Bewerbungsgesprächen getestet. Im Internet gibt es einige Tipps, wie Du Dein Sprachniveau richtig einschätzt und die treffende Formulierung dafür findest.

Hobbys
Bei den Hobbys geht es weit weniger um die fachliche Qualifikation, sondern sie beschreiben Dich als Persönlichkeit. Übertreiben hilft hier keineswegs, konzentriere Dich eher auf die Aktivitäten, die Du wirklich regelmäßig ausübst.

Natürlich können je nach Stelle auch andere Aspekte, wie beispielsweise Ehrenämter, in den Lebenslauf passen. Es empfiehlt sich daher, mit den Verantwortlichen im Vorfeld zu sprechen. Auch die Länge des Lebenslaufes ist nicht allgemein bindend. Bei den meisten Bewerbungstipps steht, dass der CV nicht länger als zwei Seiten lang sein sollte. Wichtig ist also auch – je älter und erfahrener Du wirst – das richtige Kürzen. Praktische Erfahrungen, die weit zurückliegen sowie Praktika oder Ferienjobs, die so gar nichts mit der Stelle zu tun haben, werden weggelassen. Achtet vor allem darauf, dass Anschreiben und Lebenslauf aufeinander abgestimmt sind. Sie sollten nicht nur inhaltlich stimmig sein, sondern bestenfalls auch optisch zueinander passen. Da der Lebenslauf dem Unternehmen zur Ermittlung der Tauglichkeit dient, sollte zudem auf eine übersichtliche Gestaltung geachtet werden. Wie viel Zeit Du in die optische Gestaltung legst, hängt auch von der angestrebten Stelle ab. Bei einem Mediengestalter wird dieser Punkt verständlicherweise deutlich mehr ins Gewicht fallen als etwa bei einem Zimmerer – auch wenn natürlich generell auf ein sauberes Erscheinungsbild Wert gelegt wird. In jedem Fall willst Du den Personalverantwortlichen mit Deinem Lebenslauf mit nur wenig Text überzeugen, was häufig schwieriger ist, als mit langen Sätzen. Deshalb ein guter Tipp zum Schluss: Fang frühzeitig an, Dich an Lebensläufen zu versuchen und zeige diese Versuche verschiedenen Personen. Nahezu jeder Erwachsene hat bereits Erfahrungen mit dem Thema und kann Dir deshalb sicherlich nützliche Ratschläge geben.